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Technische Infos

Was Sie vor der Ausschreibung wissen sollten: wie weit die Funkstrecke trägt, wie viele Empfänger eine Etage braucht, wo das System seine Grenze hat und welches Gerät mit Solarzelle, Batterie oder Netzteil arbeitet.

Reichweite und Antennenplanung

Konservativ gerechnet
Grundriss einer Büroetage mit fünf eingezeichneten Positionen für EnoDisc-Empfänger Beispiel, kein Richtwert: Für diese Etage ergeben sich fünf Empfänger, jeweils ober- und unterhalb des Mittelgangs, das linke Treppenhaus ausgespart. Eine andere Etage ergibt eine andere Zahl.

Ein EnoDisc® deckt mit einem Planungsradius von etwa 12 m rund 450 m² ab. Diese Zahl ist eine Planungsgröße, kein Messwert: Wie weit ein Funktelegramm tatsächlich trägt, entscheidet die Gebäudestruktur.

Massive Wände entlang eines Mittelgangs, Aufzugsschächte und Brandschutzwände dämpfen die Strecke deutlich. Deshalb planen wir Positionen beidseitig des Gangs statt einer zentralen Antenne. In der Praxis kommt man häufig mit weniger Empfängern aus, als die konservative Planung vorsieht.

Den Sensor selbst müssen Sie nicht einmessen: Er meldet sich beim nächsten erreichbaren Empfänger, und mehrere Empfänger dürfen dasselbe Telegramm hören.

EnoDisc® im Detail →
Faustregel 12 m Radius
  • Rund 450 m² je Empfänger auf freier Fläche.
  • Bei viel Trockenbau eher mehr, bei Beton und Schachtwänden weniger.
Nur dieses Beispiel Etwa fünf Empfänger
  • Gilt für die oben gezeigte Etage, nicht als allgemeiner Richtwert für eine Büroetage.
  • Ohne Kenntnis der späteren Einrichtung konservativ gerechnet.
  • Treppenhäuser und Nebenflächen getrennt betrachten.
Leitung Nur zum Empfänger
  • EnoDisc® hängt an Power over Ethernet, eine Leitung genügt.
  • Zu den Sensoren selbst führt keine Leitung.

Vom Grundriss zur Gerätezahl

Schritt 1 von 6
Eine Etage, 1.000 m² Nutzflächerund 40 m Kantenlänge12 m1 Empfänger, rund 450 m²4 EmpfängerTreppenhausAbgetrennte Bereiche zählen einzeln, nicht nach FlächeAcht Etagen8 Gatewayseines je EtageJe Gateway belegt4 von 32 Empfängern40 von 500 Sensoren

Nehmen Sie die Nutzfläche der Etage. Treppenhäuser, Technikräume und Tiefgaragen bleiben zunächst draußen, die kommen in Schritt vier dazu.

Fläche
Radius
Empfänger je Etage
Sonderflächen
Ein Gateway je Etage
Reserve
12 mPlanungsradius je Empfänger
450 m²Richtwert der Abdeckung
32Empfänger je Gateway
500Sensoren je Gateway
0 €Lizenzgebühr je Sensor

Wo das System seine Grenze hat

Zahlen für die Ausschreibung
Ausbau 32 und 500 Jede VL-700 BASE trägt bis zu 32 EnoDisc® und 500 Sensoren mit Profilen von je vier Byte. Größere Liegenschaften bekommen mehrere Gateways.
Datenübergabe JSON an Ihren Broker Die Messwerte gehen im JSON-Format an den MQTT-Broker Ihrer Wahl. Weitere Wege wie BACnet, KNX und Modbus stehen parallel zur Verfügung.
Kosten Keine Gebühr je Sensor Keine laufenden Kosten, keine Lizenzgebühr je Sensor. Das System skaliert über weitere Gateways, nicht über einen Vertrag.
Bestell-Nr. 11895 VL-700 BASE Der Edge-Controller, auf dem diese Grenzen gelten: zwei getrennte Netzwerke, Firewall, Hutschiene. Gateway ansehen →

Wie viele Gateways brauche ich?

Gerechnet, nicht geschätzt

Der Rechenweg oben in Kurzform, zum Nachrechnen mit Ihren Zahlen. Die Antwort lautet in der Regel: ein Gateway je Etage. Das ist unsere Planungsempfehlung, nicht die technische Grenze – ein Gateway trägt bis zu 32 Empfänger und 500 Sensoren und damit rechnerisch mehrere Geschosse.

Wir empfehlen es trotzdem je Etage, aus vier Gründen: Die Etage lässt sich abgeschlossen projektieren, sie geht einzeln in Betrieb, die Wartung bleibt lokal, und eine Störung betrifft nur ein Geschoss statt des halben Hauses. Dazu kommt die Planungsreserve: Nachrüsten geht später ohne neues Gateway.

Beispiel für ein Bürogebäude mit acht Etagen, je rund 1.000 Quadratmeter: Vier Empfänger und 40 Sensoren je Etage – das sind acht Gateways für acht Etagen. Jedes ist dann mit vier von 32 Empfängern und 40 von 500 Sensoren belegt. Rechnerisch hätte auch eines gereicht, weil 32 Empfänger und 320 Sensoren genau in die Grenzen passen – aber dann hängt das ganze Haus an einem Gerät, ohne Reserve. Im Einzelnen:

Je Etage4 EnoDisc®, 40 Sensoren
EmpfehlungEin Gateway je Etage, also acht für acht Etagen
Auslastung je Gateway4 von 32 Empfängern, 40 von 500 Sensoren
Grenze je Gateway32 Empfänger, 500 Sensoren – eine Grenze, kein Planungsziel
Wann weniger gehtKleine Flächen mit wenigen Geräten kann ein Gateway zusammenfassen. Technisch möglich, in der Wartung unbequem.
Merkregel Ein Gateway je Etage
  • Empfänger aus der Fläche ableiten, Richtwert 12 m Radius je EnoDisc®.
  • Je Etage ein Gateway ansetzen, nicht die Grenzen ausreizen.
  • Gegenprobe, dass keine Etage über 32 Empfänger oder 500 Sensoren kommt.
  • Reserve bewusst stehen lassen, für Nachrüstung im Betrieb.

Treppenhäuser, Technikräume und Tiefgaragen werden getrennt betrachtet. Schicken Sie uns den Grundriss, dann rechnen wir es für Ihr Gebäude durch.

Solarzelle, Batterie oder Netzteil

16 Geräte im Überblick
GerätSolarzelleBatterieNetzteil
EnoSense® Temp/RH–CR1632–
EnoSense® Desk–CR1632–
EnoSense® Desk VIB–CR2032–
EnoSense® Wall + DeskjaCR2032–
EnoSense® LUX–CR1632–
EnoSense® PIR DOT–CR3032–
EnoSense® PIR CeilingjaCR2032–
EnoSense® People Counter–2 x AAA–
EnoSense® Presence Count––12–60 V DC, PoE oder USB-C
EnoSense® CO2ja2 x AAA–
EnoSense® NOISEja2 x AAA–
EnoSense® PM VOC––12 V DC
EnoSense® RADON––12 V DC oder PoE
EnoPuck® CO2––12 V DC
EnoPuck® CO2 WALL––12 V DC
EnoPuck® CO2 NOISE––12 V DC

Ohne Batterie geht es nicht immer

Alle Sensoren arbeiten nach dem EnOcean-Funkstandard, aber nicht jeder kommt ohne Batterie aus. In diesen Fällen ist der reine Solarbetrieb technisch nicht sinnvoll oder energetisch nicht möglich:

  • Räume mit automatisierter Abschaltung der Beleuchtung
  • Räume ohne Fenster, etwa Gebets- oder Stillräume
  • Arbeitsplätze, auf denen regelmäßig Gegenstände die Solarzelle verdecken
  • Regionen mit zeitweise wenig Tageslicht
  • Messgrößen mit hohem Energiebedarf, etwa VOC

Wo eine Batterie nötig ist, achten wir auf gut beschaffbare Standardzellen und einen Wechsel ohne Werkzeug. Beim EnoSense® CO2 etwa sitzen zwei AAA-Zellen hinter der Gehäusekappe.

Wie oft ein Sensor sendet

Das entscheidet über den Energiebedarf und damit über die Versorgung. In welchem zeitlichen Abstand ein Sensor sendet, ist je Gerät festgelegt. Der Meldetakt, oft auch Sendeintervall genannt, ist damit gesetzt: Gesendet wird bei einer Änderung des Messwerts – und zusätzlich als Lebenszeichen, auch wenn sich nichts geändert hat. Dann wiederholt das Gerät seinen letzten Wert, je nach Typ typischerweise spätestens alle zwölf Stunden. So fällt ein ausgefallenes Gerät auch dann auf, wenn der Raum gar nicht genutzt wird. Je nach Typ liegt dieser Takt bei wenigen Minuten – der Radonsensor etwa meldet nur alle paar Minuten, weil sich seine Messgröße langsam ändert. Den Takt des einzelnen Geräts nennt sein Datenblatt.

Alle Sensoren mit Versorgung filtern →

Montageort und Montagehöhe

Je Gerät, an einer Stelle

Wie hoch ein Gerät hängt, entscheidet, was es misst. Die kurze Antwort: Luftsensoren für CO2, Temperatur und Feuchte werden in 1,1 bis 1,7 m montiert, Bewegungsmelder an der Decke bei 2,5 m, der People Counter über dem Durchgang bei 2,2 bis 2,5 m, der Presence Count bei 4 m, und Tischsensoren sitzen auf oder unter der Tischplatte. Die Einzelheiten und der Grund stehen im eigenen Beitrag, Gerät für Gerät; die Höhen stammen aus den Datenblättern, der Musteretage und – wo eine Zertifizierung gilt – aus WELL selbst.

Die Angabe „1,1 bis 1,7 m“ ist die Vorgabe von WELL v2 für Messgeräte und Anzeigen. RESET Air lässt 0,9 bis 1,8 m zu und verlangt zusätzlich mindestens 5 m Abstand zu öffenbaren Fenstern und Zuluftdurchlässen. Ohne Zertifizierung gilt der Atembereich als Regel, 1,2 bis 1,8 m.

Funkstandard und Alliance

Schritt 1 von 3

Woher die Interoperabilität kommt: eine Norm, ein Verband und die Frage, wer das Gerät gebaut hat.

Norm ISO/IEC 14543-3-10 Das Funkprotokoll aller Produkte ist in der Fassung von 2020 spezifiziert. Der Standard legt fest, wie Geräte verschiedener Hersteller miteinander sprechen.
Verband EnOcean Alliance Internationale Vereinigung von Unternehmen der Bau- und IT-Branche, gegründet 2008, mit über 400 Mitgliedern. DEUTA Controls ist Teilnehmer, die EnOcean GmbH Promotor.
Herkunft Eigenentwicklung und White Label Wir entwickeln und fertigen selbst und vertreiben zusätzlich einzelne White-Label-Produkte der EnOcean GmbH. Produkte, die die festgelegten Anforderungen erfüllen, tragen das EnOcean-Technology-Logo.

Konformität und Zulassungen

Was in der Erklärung steht

Unsere Geräte tragen das CE-Zeichen nach der Funkanlagenrichtlinie 2014/53/EU und erfüllen die Stoffbeschränkungen nach 2011/65/EU in der Fassung der Delegierten Richtlinie 2015/863/EU – umgangssprachlich RoHS 3. Beides steht namentlich in der Konformitätserklärung des jeweiligen Geräts.

Außerhalb der Europäischen Union gilt die CE-Erklärung nicht. Funk ist national geregelt, und jede Frequenzvariante trägt darum ihre eigene Länderzulassung. Maßgeblich ist nicht der Sitz des Bestellers, sondern der Ort, an dem die Anlage betrieben wird.

Erklärungen und Zertifikate im Downloadcenter →
FrequenzMarktZulassung
868,3 MHzEuropäische UnionCE
868,3 MHzChina, SingapurCCC, IMDA
902 MHzNordamerikaFCC
902 MHzKolumbienCRC
921 MHzTaiwan, SüdkoreaNCC, KC
928 MHzJapanARIB

Welche Zulassung ein Artikel trägt, steht in der Variantentabelle der Produktseite – die Bestellnummer entscheidet, nicht der Produktname.

Wissen für die Planung

10 Beiträge

Die Abschnitte oben beschreiben unser System. Diese Beiträge setzen davor an: bei der Frage, was gemessen werden muss, was die Zahlen bedeuten und welcher Weg die Daten übernimmt. Jeder endet mit dem, was daraus für Ihr Leistungsverzeichnis folgt.

ArtikelRadon am ArbeitsplatzReferenzwert, Messpflicht und der Unterschied zwischen einer Jahresmessung und einer dauerhaften Überwachung.Lesen →ArtikelEnOcean für PlanerWoher die Energie kommt, wie weit die Strecke trägt und wie man daraus die Zahl der Empfänger je Etage bekommt.Lesen →ArtikelCO2 als FührungsgrößeWelche Werte welche Raumluftqualität bedeuten und wann eine Messung die Lüftung wirklich steuert statt sie nur zu dokumentieren.Lesen →ArtikelWelcher Datenweg passtMQTT, BACnet, KNX und Modbus TCP nebeneinander, mit der ehrlichen Aussage, wann welcher sinnvoll ist.Lesen →ArtikelBetrieb und WartungWas nach der Inbetriebnahme passiert: Lebenszeichen und Alarme, Batteriewechsel, CO2-Abgleich und die Datei mit der ganzen Anlage.Lesen →ArtikelWELL und RESETWas die beiden Zertifizierungen von einem CO2-Sensor verlangen – und der Nachweis Zeile für Zeile, dass der EnoSense® CO2 es erfüllt.Lesen →ArtikelMontagehöhe und MontageortIn welcher Höhe welches Gerät hängt, wo es nicht hängen darf – und warum der Ort über den Messwert entscheidet.Lesen →ArtikelFunkstandards im VergleichEnOcean, Zigbee, LoRaWAN und Bluetooth LE nebeneinander: Band, Netzaufbau, Energie am Sensor und was im Gebäude an Infrastruktur dazukommt.Lesen →ArtikelDALI für PlanerWas eine DALI-Linie trägt, DALI-2, D4i und DALI+ im Vergleich und wo EnOcean-Taster und -Sensoren dazukommen.Lesen →FAQHäufige Fragen von Planern37 Fragen aus Ausschreibung und Betrieb, kurz beantwortet: Sensoren je Fläche, Empfänger je Etage, Batterie, Kalibrierung, Schnittstellen, Gewährleistung und Entsorgung.Lesen →InteraktivMusteretageEine erfundene Büroetage, vollständig bestückt: Ausbaustufe wählen, Gerät antippen, Tagesverlauf schieben, Stückliste mitnehmen.Öffnen →InteraktivDieselbe Etage in 3DDer gleiche Grundriss als Raummodell: 121 Geräte auf ihrer Montagehöhe, Funkreichweite als Kugel, drehen und zoomen.In 3D ansehen →

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Schicken Sie uns Grundriss, Messgröße und Zielsystem. Sie bekommen einen Vorschlag für die Zahl der Empfänger, eine Geräteliste mit Bestellnummern und ein Angebot.